TASTE THE WASTE
DEEN

Gefundenes Fressen

„Das Brot hier ist doch 1 A!“, meint Hanna - und sie hat völlig Recht. Es sieht appetitlich aus und ist ordentlich in Plastikfolie eingeschweißt. Nichts scheint es von den anderen im Supermarktregal zu unterscheiden ...

Author of this article is Freddy
Published on 2010-03-04

Tags for this article:
Consum Documentary Dumpster diving Europe Food Freeganism Political action Supermarket Waste

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... nur, dass die 21-jährige es gerade aus dem Abfall gefischt hat. Ihr Essen kauft Hanna schon lange nicht mehr in Supermärkten, sondern besorgt es sich aus den Müllcontainern dahinter.

„Containern“ heißt das in der Szene der selbsternannten Resteverwerter, die sich dem  Konsumkreislauf der Wegwerfgesellschaft verweigern. Nicht aus Not, sondern aus Überzeugung. Konkrete Zahlen, wie viele Lebensmittel in Deutschland weggeworfen werden, gibt es nicht. Allein auf dem Kölner Großmarkt kommen bis zu zehn Tonnen an einem normalen Markttag zusammen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: mal ist der Aufdruck auf dem Etikett verrutscht, mal entsprach die Kühlung während des Transports nicht dem Standard.

Oft aber ist es für Groß- und Einzelhändler einfach billiger, Lebensmittel wegzuwerfen und neu einzukaufen als Lagerplätze anzumieten. „Dann wandert das ganze Zeug kistenweise in den Müll“, weiß  Resteverwerter Jens aus Köln, der sich inzwischen über das „Containern“ von seinem ehemals bürgerlichen Leben vollends verabschiedet hat: „Ich muss mich für niemanden verbiegen, aber diese Freiheit kann ganz schön hart sein.“ Wir begleiten Resteverwerter auf ihren Streifzügen ins „Gratisland“. Welche Freiheiten  bringt ihnen ihr selbst gewähltes Leben und wo stoßen sie auf gesundheitliche, soziale und politische Grenzen?

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