TASTE THE WASTE
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17.04.2010: Der 1. Carrotmob in Köln

Am Samstag, den 17. April 2010 findet in Köln zum ersten Mal ein Carrotmob statt. Der Lebensmittelladen „Obst und Gemüse Land“ in Sülz (Zülpicher Str. 307) hat zugesagt, 75% seines Umsatzes in klimafreundliche Maßnahmen zu stecken. Mit Hilfe aller Kölner will das Carrotmob-Team einen Rekordumsatz erzielen.

Author of this article is mischa
Published on 2010-04-15

Tags for this article:
Eco-activist Environment Political action

This article is written in German.
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Deshalb sind alle eingeladen, ab 14:00 Uhr dort für’s Klima einzukaufen.

Die eifrigen Leute vom Carrotmob Köln melden:

Neco, der Betreiber, wird an diesem Tag spezielle Angebote bereit halten – und achtet dabei besonders auf saisonales Obst und Gemüse aus der Region. Für die Eiligen wird es fertige Rezept-Sets geben: Zum Beispiel die Spargel-Tüte, in der die Zutaten und ein Rezept für das vollkommene Spargelgericht bereits enthalten sind. Auftritte lokaler Musiker verleihen dem Ganzen noch ein Quentchen Rock’n'Roll-Stimmung.

 Alles über die Aktion findet ihr auf der Website des Carrotmob Köln.



“Was bitte schön ist ein Carrotmob?”



Das erklären wir natürlich gern: Ein Carrotmob ist eine Form des strategischen Konsums. Im Gegensatz zu einem Warenboykott wird hierbei ein Unternehmen durch zusätzlichen Umsatz bewusst belohnt. Es wird dazu angeregt, soziale oder ökologische Maßnahmen umzusetzen. Die aus den USA stammende Idee basiert auf der Erkenntnis, dass letztlich die Nachfrage der Verbraucher über Produktangebot und Produktionsmethoden entscheidet.



Beim Carrotmob rufen die Organisatoren Freunde, Bekannte, Nachbarn und die Öffentlichkeit dazu auf, am angesetzten Tag den gewählten Laden leerzukaufen. Oder zumindest möglichst viel Umsatz für den Kandidaten zu generieren.

Der Name Carrotmob kommt vom amerikanischen Begriff für “Zuckerbrot und Peitsche” (carrot and stick). Die Karotte ist die Belohnung, der Mob steht für eine Massenversammlung. Die Nähe zum Begriff Flashmob ist dabei durchaus beabsichtigt, denn die Mobilisierung findet zum großen Teil über das Internet statt.



Der erste Carrotmob fand im März 2008 in San Francisco statt. Heute, keine zwei Jahre später, hat sich das Prinzip rund um den Globus verbreitet: Mindestens 55 mal haben begeisterte Carrotmobber weltweit zu aktivem strategischen Konsum aufgerufen. Dadurch konnten zehntausende Euro in Klima- und Umweltmaßnahmen investiert werden. Die Investition findet jeweils direkt vor Ort statt – in energiesparende Kühlanlagen, Ökostromtarife und mehr. Eine Übersicht der bisherigen Mobs und der Einnahmen findest du auf carrotmob.org.

Und jetzt auch in Köln?



Die Kölner Initiatoren haben sich dank einer Mailingliste des Carrotmob-Teams Berlin kennengelernt und fanden, dass die Zeit reif war – Endlich konnten sie in Ihrer Heimatstadt etwas fürs Klima erreichen, was über Meckern und Mahnen hinausgeht.



Das Team setzt sich aus ehrenamtlichen Aktivisten, Mitgliedern von Greenpeace, Studenten und Leuten zusammen, die sich beruflich mit Umweltthemen auseinandersetzen. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen, denn weitere Carrotmobs sind schon geplant. 

Du kannst dich ganz einfach beteiligen, indem du die Botschaft des Carrotmob mit deinen Freunden teilst:

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